Beamte

Beamte haben die freie Wahl, ob sie sich entweder privat versichern lassen wollen, oder aber in der gesetzlichen Krankenkasse versichert sein möchten. Die Frage, ob der Wechsel in die PKV sinnvoll ist, kann pauschal nicht beantwortet werden. Die GKV funktioniert über das Solidarprinzip, das heißt, dass Arbeitgeber einen Teil ihres Lohnes abgeben und in einen Topf zahlen müssen – egal ob sie erkranken und dann davon laben – oder eben nicht. In der Regel haben Ärzte für Kassenpatienten nur ein bestimmtes monatliches Budget. Darin liegt die vergleichsweise schlechtere Behandlung der Ärzte begründet. Ist das Budget für die Patienten einmal aufgebraucht, behandeln sie quasi kostenlos.

Privat versichern und in jungen Jahren sparen

Beamte in der PKV
Grundsätzlich gilt: Wer sich einmal privat versichert hat, kommt nicht mehr aus der PKV in die GKV. In jungen Jahren klingt die private Krankenversicherung verlockend: Geringe Beiträge, da diese sich aus dem Versicherten-Alter und den Vorerkrankungen sowie der Wahl des Tarifs zusammenhängt. Wer in der gesetzlichen Krankenkasse als Beamter versichert ist, zahlt monatlich einen anteiligen Beitrag an seinem Lohn.

Problematisch wird die Angelegenheit jedoch im Alter, wenn die Beiträge in der privaten Krankenversicherung anziehen. Oft geht dies mit der Verrentung der Versicherungskunden einher. Wenn nicht frühzeitig an eine ausreichende Altersversorgung gedacht wurde, führt dies zu tiefgreifenden Problemen. Die Versicherungsbeiträge können das monatliche Einkommen um ein vielfaches übersteigen.

Was gibt es zu beachten

Beamte,die sich privat versichern bekommen keine Versichertenkarte wie in den gesetzlichen Kassen, sondern statten im Krankheitsfall – respektive Versicherungsfall – die Behandlung vor. Die private Versicherung erstattet den Betrag dann. Es gibt besondere Tarife für Beamte in der privaten Krankenversicherung. Diese bekommen eine Beihilfe gezahlt, um einen Anteil der Versicherungsprämie abzusichern. Auch im Sabbatjahr haben Beamte Anspruch auf eine Beihilfe. Zu beachten ist beim Beihilfeanspruch jedoch, dass die einzuschickenden Rechnungen eine Diagnose beinhalten und demzufolge offenlegen, woran der Versicherte erkrankte.