Beitrag aus der ZDF-Mediathek

„Bessere Leistungen als in der gesetzlichen Krankenkasse“, „stabile Beiträge“ und andere Locksprüche benutzen Versicherungsmakler, um unbedarften Kunden Tarife zu verkaufen, die sie im Alter teuer zu stehen kommen.

Mit einer Rente, bei der am Ende nichts mehr übrig bleibt und der monatliche Tarif in der PKV sogar teurer ist als die monatlichen Geldströme, bleibt alten Menschen oft keine andere Möglichkeit mehr, als ihr sauer erspartes Geld (beispielsweise in Form einer Lebensversicherung) aufzubrauchen. Dies liegt an den explodierenden Beiträgen in der privaten Krankenversicherung – vor allem im Alter.

Politische Subvention

Vor allem konservative Regierungen haben die Geschäftsmöglichkeiten der privaten Krankenversicherung zu Ungunsten der GKV verbessert. Die wohl größte Subvention: Alle Beamten müssen – respektive können – sich nur privat sinnvoll versichern. Beamte werden in die private Krankenversicherung hineingezwungen. Zwar wird auf der einen Hand der Kundenstamm der privaten Versicherer damit vergrößert.

Auf der anderen Seite aber haben Beamte, die nicht im höheren Dienst befindlich sind das Problem, höhere Beiträge zu zahlen als in der gesetzlichen Krankenversicherung. Auch Selbstständige werden in die private gedrängt. Auch wurden alte und kranke Menschen aus der PKV in die GKV gewechselt. Dies ist zwar heute nicht mehr möglich. Die Beiträge steigen deshalb aber auch enorm – gleichzeitig stagnieren die Einkünfte. Altersarmut steht bevor, der Zenit der Privaten Krankenversicherungen scheint angebrochen.

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