Bürgerversicherung

Kritische Stimmen werden beim dualen Gesundheitssystem in Deutschland laut. Von einem unfairen Gesundheitswesen ist die Rede – und von privaten Krankenversicherungen, die sich auf dem Rücken der Kunden bereichern und an Makler horrende Provisionen zahlen. Auch in der Politik gibt es ein Umdenken des aktuellen Systems. Mit welchen Konsequenzen?

Abschaffung der GKV und PKV

Die Bürgerversicherung wäre eine Versicherung, in der sich alle Bürger versichert sind. Also ein „Universalsystem“, bei dem es keine sozialen Unterschiede mehr gibt. Bisher haben Verbraucher nur wenig Chancen, sich sinnvoll abzusichern.

Entweder sie verdienen als Angestellter zu wenig, oder müssen sich privat versichern lassen – etwa weil sie freie Künstler sind. Versicherungsvergleiche, beispielsweise auf http://pkvvergleiche.net/ sind unabdingbar, um einen preisgünstigen Tarif zu ergattern.

Kostenexplosionen im Alter sind keine Einzelfälle, sondern die Regel. Privat versicherte Patienten erfahren bei Ärzten eine Sonderbehandlung und bekommen bessere und schnellere Leistungen. Solche „Problemfälle“ sollen in Zukunft abgewandt werden.

Politische Unterstützung

Erfährt die Bürgerversicherung zuweilen von der Opposition. Eine wirkliche Umsetzung der Pläne ist also momentan eher nicht realistisch. Denn Nachteile wird die Bürgerversicherung in jedem Fall für Besserverdiener und Selbständige mitsichbringen. Inwiefern sich die Beiträge bei dieser Bürgerversicherung bemessen werden ist bisher unklar. Eine höhere Belastung für Angestellte mit hohem Einkommen ist allerdings durchaus denkbar.

Versicherungsmakler bangen um Arbeitsplätze

Denn die Bürgerversicherung sieht die PKV als Auslaufmodell und setzt vollständig auf das solidarische System. Mehr als 200.00 Arbeitsplätze könnten davon betroffen sein, denn Makler haben in der gesetzlichen Krankenversicherung nicht ansatzweise die Aussicht auf ähnliche Provisionen.

Private Absicherung bleibt wichtig

Ob eine solidarische Gemeinschaftsabsicherung allerdings die Leistungsstandards einer privaten Krankenversicherung halten kann, bleibt fraglich. Als anspruchsvoller Versicherungskunde bleibt hier lediglich die Möglichkeit, mit zusätzlichen privaten Absicherungen zu arbeiten.

An privaten Versicherungen im Gesundheitswesen wird also auch dieser Gesetzesentwurf vorerst nicht rütteln. Fraglich bleibt allerdings, ob der Gesetzesentwurf für alle Lager positiv bleibt. Für besser verdienende Menschen ist eine Angleichung wohl weniger lohnenswert, für die allgemeine soziale Gerechtigkeit bleibt die Bürgerversicherung wohl vor dem dualen System die bessere Wahl.

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