Studenten

Studenten sind immer knapp bei Kasse. Zumindest das weitläufige Klischee. Ist aber die private Krankenversicherung eine Möglichkeit, um bares Geld zu sparen, oder doch nur ein perfider Trick der privaten Versicherer, um Besserverdiener schon früh an Produkte des Unternehmens zu binden?

Studenten in der PKV

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Prinzipiell gilt natürlich: Wer noch in einer sogenannten Familienversicherung ist, de facto also über Mutter oder Vater kostenlos versichert ist, sollte in keinem Fall in die private Krankenversicherung wechseln. Denn nichts ist günstiger als kostenlos. Anders sieht die Lage allerdings bei Kindern von Beamten und Beamtinnen aus. Denn statt einer Zahlung in die gesetzliche Krankenkasse muss hier nach der Beitragsbeihilfe (i.d.R. 80%) nur noch eine Restzahlung, respektive Restversicherung vorgenommen werden. Auch bei Studierenden, die über 30 Jahre alt sind oder das 14. Fachsemester überschritten haben, können nicht mehr die günstigen Studententarife in der GKV genießen. Ein Wechsel kann je nach persönlicher Fitness und Alter günstiger sein.

Wichtig

Ist der Wechsel von der gesetzlichen Krankenkasse in die PKV einmal vollzogen, kann nicht mehr zurückgewechselt werden. Besteht also der Wunsch des Wechsels, sollte vorher genau recherchiert werden, ob dieser überhaupt sinnvoll ist. Besonders wichtig ist dabei die Zukunftsperspektive: Ist ein sicherer Job nach Ende des Studiums nur noch eine Formalie, oder wird das Philosophie-Studium am Ende des Tages nicht einmal einen monatlichen Beitrag in der privaten Krankenkasse absichern? Dies gilt es im Vorhinein zu klären, denn wenn Alter und Krankheit Einzug hält, verteuern die privaten Versicherer ihre Produkte für die Versicherten, da diese nicht nach dem Solidarprinzip arbeiten, sondern ihr eigenes Risiko-Management fahren.

Beratung durch die Verbraucherzentrale

In jedem Fall rät es sich, als Student eine Verbraucherzentrale aufzurufen. Die Beratung ist meist kostenlos und hilft dabei, den passenden Tarif herauszusuchen. Oft sind Verträge in der Versicherungsbranche für Laien nicht nachvollziehbar oder beinhalten versteckte Sonderklauseln, die im Nachhinein ein böses Erwachen bescheren können. Damit dem nicht so ist, sollte Student vorsorgen.