Versicherungsvergleich

Im Internet gibt es eine Fülle an Vergleichs-Seiten für die private Krankenversicherung. In den Ergebnisseiten der Suchmaschine Google tauchen nur Ergebnisse auf, bei denen man sich einen kostenlosen Versicherungsvergleich erstellen lassen kann.

Vergleichsseiten nicht uneigennützig

Denn der Abschluss einer privaten Krankenversicherung bringt Versicherungsmaklern oft sehr hohe Provisionen ein. Seit 2012 sind diese gedeckelt – Makler erhalten maximal neun Monatsbeiträge als Provision. Geht man von einem durchschnittlichen Beitrag von 300€ im Monat aus, landet man schnell bei einer Provision von 2700€.

Dabei wird offensichtlich, weshalb die Private Krankenversicherung so aggressiv umworben wird. Kunden können bei Versicherungsmaklern deshalb nur auf Nummer sicher gehen, wenn sie wirklich genau wissen, wie viel Provision ein Makler bei welchem Versicherungsprodukt verdient. Eine professionelle und unabhängige Beratung ist deshalb fast unmöglich.

Tarife vergleichen

Ein Versicherungsvergleich von einer dritten Person oder Institution ist deshalb die denkbar schlechteste Alternative um wirklich einen kostengünstigen Tarif abzuschließen. Bei Vermittlungsdiensten im Internet ist es eine gängige Geschäftspraxis, Datensätze von Interessierten Kunden (Jetzt einen Versicherungsvergleich anfordern) für dreistellige Beiträge zu verkaufen.

Geneigte Versicherungsvertreter kaufen diese Datensätze anschließend ein, um einen passenden Tarif an den Mann (oder die Frau) zu kriegen. Klappt dies, wird der Vertreter mit enorm hohen Provisionen belohnt. Letzten Endes bleibt dabei die Transparenz oft auf der Strecke.

Ärtze leben von Privatpatienten

Natürlich birgt diese Sicht auf die Dinge eine allzu polemische Einstellung. So sind Privatpatienten die “Lieblinge” der Ärzte. Anders als bei den gesetzlichen Kassen sind diese nicht auf einen Standard-Geldtopf angewiesen (egal wie vielen Patienten sie helfen), sondern können jede Einzelleistung abrechnen und werden dafür sofort vergütet.

Kürzere Wartezeiten, besserer Service, das alles sind nur logische Konsequenzen eines unfairen Versicherungssystems in unserem Land. Eine Private Krankenversicherung muss also nichts schlechtes sein. Wichtig ist es aber, sich mit mehreren Versicherungsvertretern auseinanderzusetzen, unangenehme Fragen zu stellen und sich von vielen Seiten Vergleiche zu holen. Nur so lässt sich eine Menge Geld sparen.