Wahl des richtigen Vermittlers

Die Wahl des richtigen Versicherungsmaklers ist nicht trivial. Dies liegt an mehreren Gründen. Im Folgenden soll auf die Problematik im Detail eingegangen werden.

Verkaufsdruck

In Deutschland arbeiten nach Angaben der IHK doppelt so viele Menschen als Versicherungsvertreter als es niedergelassene Ärzte gibt. Das macht offensichtlich, dass auch Versicherungsmakler auf Provisionen und Maklercourtagen angewiesen sind. Sie müssen ihre Miete zahlen und haben Ausgaben, das schlägt sich auf die Wahl der Produkte nieder.

Größter Umsatzanteil: Neukunden

Im Versicherungsgeschäft nicht wegzudenken, aber prinzipiell nur ein besserer Staubsaugerverkäufer und Klinkenputzer: Das Vertretergeschäft. Eine verkaufte PKV bringt mittlere Beträge im dreistelligen Euro-Bereich. Demzufolge liegt das Augenmerk auf schnelle Abschlüsse, die deutsche Versicherungsgesellschaft fand heraus, dass der größte Umsatzanteil bei Versicherungsvertretern bei Neukunden besteht. Traurig, aber wahr.

Makler, Vertreter und Berater

Prinzipiell schlüsselt sich die Versicherungsbranche in der Beratung in drei verschiedenen Funktionstypen auf. Da wären zum einen die Makler, die im Kundeninteresse handeln, die Vertreter, welche für eine oder mehrere Versicherungen arbeiten und demzufolge nicht unabhängig sind und die Berater, welche ein Kundenhonorar erhalten. In der Regel sind nur Berater wirklich unabhängig, da sie für ihre Beratungstätigkeiten bezahlt werden und keine Courtage erhalten.

Im Register nach dem Status des Vertreters schauen

Im Vermittler-Register lässt sich der Status leicht nachschlagen. Eine Beratungstätigkeit ist in allen Fällen vorzuziehen, um üblen Überraschungen vorzubeugen. (Stichwort: Explodierende Beiträge und Altersarmut).

Ein weiterer wichtiger Hinweis sind schriftliche Dokumente, wenn es später zu juristischen Konflikten kommen sollte. Deshalb ist es wichtig, von Anfang an schriftliche Dokumente für die Beratungstätigkeit zu fordern. In der Versicherungsbranche gibt es viele schwarze Schafe, eine gesunde Vorsicht ist also angebracht und kann helfen, Geld zu sparen.